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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 2026-07-23

§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen dem Betreiber der Plattform (nachfolgend „Anbieter") und den Nutzern (nachfolgend „Kunde" oder „Host") über die Nutzung der unter der Domain llm4a.com erreichbaren Dienstleistungen. Mit der Registrierung oder der Nutzung der Plattform akzeptiert der Nutzer diese AGB. Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Leistungsbeschreibung

Die Plattform vermittelt den Zugang zu Large-Language-Model-Servern (LLM-Servern), die von registrierten Hosts betrieben werden. Kunden laden Prepaid-Wallet-Guthaben und erstellen damit API-Schlüssel, mit denen sie Anfragen an die gelisteten Provider senden. Der Anbieter selbst betreibt keine eigenen LLM-Server und ist nicht Ersteller der Antwortinhalte.

Die Verfügbarkeit der einzelnen Provider hängt vom jeweiligen Host ab. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für Verfügbarkeit, Antwortqualität, Antwortzeit oder inhaltliche Korrektheit der über die API gelieferten Antworten.

§ 3 Registrierung und Konto

Für die Nutzung der kostenpflichtigen Funktionen ist eine Registrierung mit gültiger E-Mail-Adresse erforderlich. Der Anbieter behält sich vor, die E-Mail-Adresse nachträglich zu verifizieren. Wird eine angeforderte Verifikation nicht innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen, kann das Konto gelöscht werden. Das Konto ist nicht übertragbar. Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und unbefugte Nutzung sofort zu melden. Der Anbieter kann Konten bei Missbrauchsverdacht oder Zahlungsverzug sperren.

§ 4 Wallet, Preise und Zahlung

Die Nutzung der API wird über ein Prepaid-Wallet abgerechnet. Der Kunde zahlt einen Betrag im Voraus; das Wallet wird nach Verbrauch der Token belastet. Die Preisangaben pro Million Token verstehen sich als Nettopreise. Bis zur Eintragung im MWST-Register verrechnet der Anbieter für Inlandskunden (CH) keine Mehrwertsteuer; für EU-Kunden mit gültiger UID/VAT-ID gilt das Reverse-Charge-Verfahren (Empfänger versteuert selbst). Nach erfolgter MWST-Eintragung wird die gesetzliche Mehrwertsteuer (CH MWST bzw. EU VAT) gemäss der Konfiguration des Kundenkontos (Reverse Charge, Standard etc.) beim Verbrauch berechnet.

Aufladungen des Wallets (Topups) sind MwSt-neutral — die Mehrwertsteuer entsteht erst beim tatsächlichen Verbrauch der Token. Aufladungen sind grundsätzlich nicht erstattbar, es sei denn, es liegt ein technischer Fehler des Abrechnungssystems vor.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Es gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von Stripe (stripe.com/legal).

Bei Kunden mit Sitz in einem Land ausserhalb der Schweiz / EU fallen weder Schweizer noch EU-Mehrwertsteuern an (Dienstleistung wird am Empfängerort besteuert; sofern im Empfängerland überhaupt steuerbar, dann nach dessen nationalem Recht). Für EU-Kunden mit gültiger UID/VAT-ID gilt das Reverse-Charge-Verfahren gemäss EU-Mehrwertsteuersystem-Richtlinie.

§ 5 API-Schlüssel und Sicherheit

API-Schlüssel werden bei Erstellung einmalig im Klartext angezeigt und müssen sicher gespeichert werden. Der Anbieter speichert API-Schlüssel verschlüsselt (Envelope-Encryption mit dem Nutzer-Passwort als zweitem Faktor). Eine erneute Anzeige des Klartextes ist nicht möglich — bei Verlust muss der Schlüssel gelöscht und neu erstellt werden. Laufende Chats mit dem alten Schlüssel funktionieren nach Löschen nicht mehr.

§ 6 Pflichten des Kunden

Die API-Nutzung unterliegt einer Rate-Limit-Beschränkung. Standardwert sind 60 Anfragen pro Minute pro API-Schlüssel (Token-Bucket-Verfahren). Kunden können das Limit pro API-Schlüssel im Bereich 1 bis 3600 Anfragen pro Minute konfigurieren. Bei Überschreitung antwortet die API mit HTTP-Status 429 (Too Many Requests) und dem Header Retry-After. Die konkreten Limits sind Teil der API-Dokumentation und können vom Anbieter bei nachgewiesenem Missbrauch weiter eingeschränkt werden.

Der Kunde verpflichtet sich,

  • die Plattform nicht für rechtswidrige Zwecke zu nutzen
  • keine Inhalte zu verarbeiten, die gegen geltendes Recht verstoßen (Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht, Jugendschutz)
  • keine automatisierten Massen-Anfragen zu stellen, die die Infrastruktur einzelner Provider überlasten
  • API-Schlüssel nicht an Dritte weiterzugeben

§ 7 Pflichten des Hosts

Hosts verpflichten sich, nur solche LLM-Server einzubinden, deren Nutzung sie rechtlich kontrollieren dürfen. Sie sind für die Verfügbarkeit, die Inhalte der Antworten und die Einhaltung der Datenschutzgesetze (CH revDSG, EU DSGVO) auf ihrer eigenen Infrastruktur selbst verantwortlich. Der Anbieter kann Hosts bei Verstößen sperren. Die Plattform-Provision (commission_pct, Standard 15%) wird vom Anbieter festgelegt; wesentliche Änderungen werden dem Host mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Auszahlung verdienter Host-Earnings erfolgt über die im Profil hinterlegte payout_destination (Bank, PayPal, Krypto).

§ 8 Haftungsbeschränkung

Der Anbieter haftet nur für Schäden aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust oder Schäden aus der Nutzung der über die Plattform vermittelten LLM-Antworten ist ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht (PrHG, SR 221.112.944) bleibt vorbehalten, soweit die Plattform selbst als Produkt im Sinne dieses Gesetzes zu qualifizieren ist.

§ 9 Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Beide Parteien können das Vertragsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden. Bei Kündigung durch den Kunden wird das verbleibende Wallet-Guthaben nicht ausgezahlt, sofern kein technischer Fehler vorliegt.

§ 10 Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail oder über die Plattform-Oberfläche mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die neuen AGB als akzeptiert.

§ 11 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Schweiz (Zivilgesetzbuch ZGB / Obligationenrecht OR) unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Konsumenten mit Wohnsitz in der EU bleiben die zwingenden verbraucherschützenden Vorschriften des Wohnsitzstaates anwendbar. Gerichtsstand für Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Affeltrangen / Kanton Thurgau, sofern der Kunde Kaufmann ist. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streit- beilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

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